Nachdem wir am Abend schon angereist sind, können wir den Tag in Potsdam früh beginnen. Wir holen unsere Fahrräder aus dem Bulli (da wir nur zu zweit unterwegs sind, ist das einfac her und diebstahlsicherer, als sie auf dem Fahrradträger zu haben) und machen uns auf den Weg ins Zentrum. Natürlich ist Sanssouci Pflicht, zumal ich es bisher noch nicht einmal im Vorbeifahren gesehen habe. Da der Park sehr weitläufig ist, ist es natürlich ideal, dass wir mit den Rädern unterwegs sind. Wir erradelnb uns den Park, der um diese Jahreszeit (und bei diesen Temperaturen- wir haben etwa 7 Grad) ziemlich leer ist. Am Infopunkt beim Neuen Palais kaufen wir uns ein Kombiticket für das Neue Palais und Sanssouci. Beim Neuen Palais sind (zur Zeit?) nur geführte Touren zu festen Uhrzeiten möglich und zunächst finden wir das durchaus schade. Aber wir werden auf das Positivste überrascht. Es gibt in unserem Slot außer uns keinen weiteren Besucher, so dass wir zwei eine 60minütige Privatführung durch das Neue Palais bekommen. Und die ist absolut interessant. Der Guide sprudelt nur so vor Wissen bis ins kleinste Detail und weiß auf wirklich jede Frage, die wir ihm stellen, eine Antwort.

Nach der Führung haben wir noch gut 40 MInuten Zeit bis zuum Eintritts-Slot für Sanssoucei. Zu Fuß sollte man etwa eine halbe Stunde für den Weg quer durch den Park einplanen. Da wir aber unsere Räder dabei haben, bleibt für uns noch Zeit für einen Kaffee am Neuen Palais, bevor wir uns aufs Rad schwingen. Am Ende wird es zeitlich doch noch etwas knapp, denn wir haben unterschätzt, dass wir die Räder natürlich unten stehen lassen und die Treppen zum Lustschloss hinauf müssen- immerhin 6×22 = 132 Stufen. Aber auch hier ist der Andrang übersichtlich und so gibt es kein Problem, beim nächsten Öffnen der Eingangstür mit eingelassen zu werden.
Im Gegensatz zum Neuen Palais gibt es hier keine Führung, sondern einen Audio-Guide, der einen durch die insgesamt 11 Räume führt, die es hier zu besichtigen gibt. Auch wenn es natürlich interessant ist, sich den Empfangsraum, die Galerie und die Gästezimmer anzuschauen- Holly und ich sind uns einig, dass das Neue Paliais deutlich interessanter als die vermeintliche Hauptattraktion ist.

Zu einem frühen Abendessen gehen lassen wir uns auf den Rädern etwas treiben und landen deshalb tatsächlich zufällig beim vienamesischen Restaurant Mylia. Nette Bedienung, authentisch vietnamesisches Essen und faire Preise überzeugen uns, dass wir dabei nichts falsch gemacht haben.

Zum Abschluss des Potsdam-Tages besuchen wir das Museum Barberini. Unter dem Titel „Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland“ zeigt es vom 28. Februar bis 7. Juni 2026 anhand von über 110 Werken aus mehr als 60 internationalen Sammlungen eindrucksvoll die Entwicklung des Impressionismus in Deutschland in seiner ganzen Bandbreite, wie es so schön auf der Website heißt. Dem ist tatsächlich nichts hinzuzufügen- die gut anderthalb Stunden, die wir noch vor dem Schließen des Museums haben, erweisen sich definitv als zu kurz. Aber ärgern müssen wir uns trotzdem nicht: Ab 17:30 Uhr gilt für alle besucher der ermäßigte Eintrittspreis von 10 Euro und für Holly ist der Eintritt (wie für alle unter 25jährigen jeden Donnerstag) sogar frei.

Durch das abendliche Potsdam geht es dann zurück zum beim Hotel geparkten Bulli. Wir fahren noch etwa eine Stunde bis nach Luckenwalde und suchen dort einen Stellplatz zum Übernachten, da wir den morgigen Tag den Fläming Skate radeln wollen. Wir finden auch nach längerem Suchen einen- wie „gut“ der ist, erleben wir dann am nächsten Tag.

Von Helge

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