Für heute haben wir uns einiges vorgenommen. Wir wollen nicht nur nach London, sondern auf dem Weg dahin angesichts unseres kleinen Öffnungszeiten-Unglücks doch noch ein „richtiges“ Herrenhaus besichtigen- und am Abend in Chinatown essen gehen.
Nache einem reichhaltigen Frühstück starten wir also gut gestärkt Richtung London und erreichen nach einer guten Stunde Fahrt auf teilweise abenteuerlich schmalen Wegen Standen House and Garden, ein spätviktorianisches Familienhaus, das ziemlich vollständig eingerichtet ist und uns weit in die Vergangenheit mitnimmt. Die liebevolle Einrichtung und der herrliche Blick über den Heigh Weald und den Weirwood Reservoir entschädigen uns für die vor einigen Tagen verpasste Innenbesichtigung von Audley End.
Die Zeit vergeht tatsächlich wie im Fluge und erst gegen 17 Uhr machen wir uns auf den Weg zu unserem Hotel in London- dem Hampton (by Hilton) im Stadteil Park Royal. Und wenn wir das Best Western in Brighton schon toll gefunden haben, so toppt dieses Hotel es nochmnal. Ein extrem großes und absolut barrierefreies Zimmer mit automatischem Türöffner, ein Bad mit einem extra Waschbecken für Rollstuhlfahrer, überall Haltegriffe, wo man sie braucht und ein Kingsize-Bett. Herz, was brauchst Du mehr? (ich neige ja immer zu der Antwort „Kaffee“, aber auch der war natürlich im Zimmer zur Verfügung).
Nach dem Auspacken des Gepäcks und kurzem Ausruhen machen wir uns wie geplant auf den Weg nach Chinatown. Wie wir am nächsten Tag feststellen, etwas unnötig kompliziert mit der Tube (natürlich die barrierefreie elizabeth Line). Die Haltestelle Park Royal ist NICHT barriefrei und wir fahren ein Stück mit dem Bus, um nach einem einigermaßen langen Fußweg in die Tube einzusteigen. Dass wir das besser, günstiger und letztlich auch schneller nur mit Bussen hätten haben können, recherchieren wir leider erst für den Rückweg richtig.
Chinatown ist noch vom chinesischen Neujahrsfest zum Jahr des Pferdes reich geschmückt und quirlig. Nach einigem Umherlaufen und. Staunen setzen wir uns – Heizstrahler sei dank – in den Außenbereich eines der zahlreichen Restaurants und genießen ein herrliches Menu.
Satt und zufrieden machen wir uns auf den Rückweg zur Bushaltestelle und erreichen nach einer guten Stunde Fahrt mit einmaligem (sehr einfachem) Umsteigen unser Hotel. London, wir sind da- und morgen geht es weiter!


















