Für den letzten Tag in Tokio haben wir uns nochmal so ein richig volles Programm gegönnt. Natürlich ist es nicht verwunderlich, dass man selbst in 14 Tagen in so einer Stadt nicht alles gesehen haben kann, aber zumindest wollen wir nochmal 3 weitere Höhepunkte setzen.
Als erstes geht es zum Kaiserpalast bzw. in den Kaiserlichen Garten. Wir sehen beeindruckende Mauerreste der alten Edo-Burg und einige Gästehäuser, können die östlichen Gärten allerings nicht betreten- was allerdings der Schönheit des Gartens keinen Abbruch tut. Besonders angetan haben es uns die kleinen Wäldchen mit Waldpfaden- denn Schatten ist an diesem mit fast 38 Grad extrem heißen Tag etwas, was man sehr gut brauchen kann- neben ausreichend Wasservorrat versteht sich.
















Da wir unsere Tickets für den Eintritt für den Tokio Tower erst für 20:45 gebucht haben (einmal noch wollen wir das nächtliche Tokio von oben betrachten), haben wir danach Zeit genug für einen zweiten Garten- den Shinjuku National Garden. Diesen haben wir zwar schon einmal kurz gestreift, aber mit mehr Zeit ist es natürlich schöner. Der Eintritt kostet 500 Yen, ist aber wie die Bahnen auch, ganz bequem mit dem Pasmo-Ticket zu betreten. Besonders gefällt uns der japanische Garten (natürlich), in dem unter anderem das Taiwanische Gästehaus malerisch an einem kleinen See gelegen ist. Die weitläufigen Grünflächen, auf denen Familien picknicken und spielen, lassen einen vergessen, dass man sich in einer Großstadt befindet- nur der Blick auf das eine oder andere Hochhaus, das über den Baumwipfeln natürlich zu sehen ist, offenbart, dass man sich doch mittendrin in einer solchen (und was für einer!) befindet.
Neben dem japanischen Garten beherbergt der Shinjuku National Garden, der erst seit 1949 der Öfentlichkeit zugänglich ist, auch einen englischen Garten und einen französischen Garten, sowie ausgedehnte Gewächshäuser mit (für japamische Verhältnisse) exotischen Pflanzen.
Um die Ruhe nicht zustören, ist es übrigens verboten, im Park Sport zu treiben- lediglich innerhalb einer Kidsarea und einer gekennzeichneten Laufrunde, die man alleine oder maximal in Kleingurppen- streng entgegen dem Uhrzeigersinn – absolvieren darf (und das auch nur außerhalb der Kirschblüten- und Chrysanthemen-Saison, da ist es nur in den frühen Morgenstunden erlaubt). Beides ist zwar im Moment nicht, aber angesichts der Hitze haben wir auch keinerlei Ambitionen zu anderen sportlichen Betätigungen als dem mehr oder weniger ziellosen Herumschlendern durch die Parkanlage.















Als der Park um 19 Uhr schließt, machen wir uns mit der Bahn (natürlich) auf dem Weg zum Tokio Tower. Auf dem Weg zwischen der Bahnstation Kamiyacho und dem Tokio Tower (etwa 600m) essen wir noch gemütlich zu Abend, da wir noch genug Zeit haben.
Im Tokio Tower ist es voll- sehr voll und hier treffen wir wieder auf die inzwischen kaum mehr wahrgenommenen Schlangen. Und wir stellen fest, dass die Mitarbeiter dort eine sehr genaue Vorstellung haben, wieviele Menschen denn in einen Fahstuhl nach oben zu passen haben (und es dann auch tun!) – nämlich ziemlich exakt 5 mehr als man i deutsche Fahrstühlen so befördern würde.
Die erste Fahrt geht zum Maindeck (auf 150m), wo wir uns relativ kurz aufhalten, denn es gilt, sich für den nächsten Fahrstuhl zum Topdeck auif 250m Höhe anzustellen. De Zugang ist hier sehr nett gemacht, statt direkt in den Fahrstuhl zu kommen, wird man in einem Zwischenraum, der an eine Bibliohek erinnert, empfangen und bekommt eine kurze Einführung in die Geschichte des Turms (auf japanisch). Der Turm wurde gebaut, weil der öffentliche japanische Sender NHK 1953 auf Sendung ging und private Rundfunkstationen planten, eigene Sendemasten zu bauen. Um das Stadtbild nicht zu zerstören, entschied man sich, einen Sendemast zu bauen, der die gesamte region versorgen konnte. Zunächst sollte der Turm so hoch wie das Empire State Building werden, was allerdings an der Finanzierung scheiterte. Auf der Suche nach Inspirationen in der wetslichen Welt entschied man sich dann schließlich für einen „Nachbau“ des Eiffelturms- und machte ihn konsequenterweise 9m höher (333m statt 324m).
Auch heute noch bilden die von den Sendern entrichteten Gebühren zur Nutzung des Sendemastes neben den Erlösen durch die Besuche von Touristen die wichtigste Einnahmequelle des weiter im Privatbesitz befindlichen Turms.
Die Aussicht vom Maindeck ist schon toll, vom TopDeck aus tatsächlich einmal mehr atemberaubend. Auch wenn ich jetzt schoin einige Male gehört habe, dass Tokio keine so tolle Skyliner habe- kit der von Hamburg kann Tokio es allemal aufnehmen :-).
Die Scheiben und die Menschenmassen machen es hier alllerdings schwieriger, so tolle Fotos zu machen, wie wir es z.B. im Metropolitan Government Building machen konnten. Besonders allerdings an diesem Tag, wo wir den Tokio Tower besuchen, ist, dass heute (7. Juli) das Tatabana-Festival ist. Orihime and Hikoboshi (repräseniert durch die Sterne Vega und Altair) sind durch die Milchstraße voneinander getrennt und können sich nur einmal im Jahr, nämlich am 7. Juli (nach gregorianischem Kalender) treffen. Neben dem Entzünden und Aufsteigenlassen von Papierlaternen ist auch das Schreiben (und Verbrennen) von Wünschen ein Brauch zu diesem Fest. Der Tokio Tower ist zu diesem Feiertag weiß-rot illuminiert und im Inneren auf dem Maindeck sind blaue Sterne an der Decke installiert und ein bewegter Sternenhimmel wird von innen an die Scheiben projiziert. Schön, dass wir ausgerechnet (und tatsächlich zufällig) an diesem besonderen Tag auf dem Tokio Tower waren. Manchmal ist es eben gut, wenn es nicht an dem Tag klappt, den man sich vorgenommen hat- Schicksal!
Und wie es sich für gute Touristen gehört, erwerben wir natürlich ein Foto, das von uns beiden auf dem Weg zu TopDeck gemacht wurde. Nun ja, es sei uns geönnt- dafür haben wir im Disneyland bei der Spalsh-Kamera in der Wildwasserbahn nicht zugeschlagen :-).













Dank des Triple vom heutigen Tag konnte ich einmal mehr die 10km Gehstrecke an einem Tag „knacken“-. aml schauen, was da auf dieser Reise sonst noch so geht.
Morgen geht es dann auf unseren Roadtrip. Woraiuf wir schon sehr gespannt sind. Wir werden (weiter) berichten….