Heute geht es von unserer „Base“ in Weimar nach Erfurt. Trotz der einigermaßen entmutigenden Wettervorhersage (Regenschauer und ordentlich Wind von vor) entscheiden wir uns, mit dem Rad entlang der „Thüringer Städterkette nach Erfurt zu fahren.
Den Einstiegspunkt zu finden, gestaltet sich alks unnötig kompliziert- wir haben schon fast 5 überflüssige Kilometer „auf der Uhr“, bevor wir Weimar endlich auf der richtigen Route verlassen. Wen man aber einmal die richtige Beschilderung gefunden hat, ist es tatsächlich fast unmöglich, sich zu verfahren. Durch kleine thüringische Städte wie Tröbsdorf, Hopfgarten (mit einer Talsperre), Vieselbach, Azmannsdorf und Niederzimmern führt die Route auf fast durchgängig asphaltierten Strecken mit moderaten Steigungen.
Lediglich der doch recht starke Gegenwind und ein recht ausgedehnter Regenschauer auf offener Strecke ohne Unetrstellmöglichkeit trübend ein wenig das Vergnügen. Aber dass immer wieder die Sonne durchkommt, macht es durchaus wieder wett.
In Erfurt angekommen, stellen wir unsere Räder beim Anger ab und machen uns zu Fuß auf den Weg, die Altstadt zu erkunden. Als erstes führt uns der Weg direkt zum Dom. Auf dem Domplatz ist gerade (Frühjahrs-) Jahrmarkt, wo uns zwar keine Fahrgeschäfte, aber die eine oder andere Bude locken.
Frisch gestärkt geht es die Domtreppen hinauf in den Dom, der von innen wie außen einfach durch seine Größe einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Nach dem Dom setzen wir unseren Spaziergang durch die wirklich sehenswerte Erfurter Altstadt fort. Am imposanten Rathaus vorbei überqueren wir die Krämerbrücke. Durch die Fachwerkhäuser, die die Brücke links und rechts begrenzen, merkst man überhaupt nicht, dass man sich auf einer Brücke befindet. Die vielen kleinen Geschäfte laden zum Stöbern und verweilen ein, so dass der Gang über die eigentlich relativ kurze Brücke doch einige Zeit in Anspruch nimmt. Wir stoßen nach ein paar hundert Metern wieder auf den Anger bei der Kaufmannskirche. Hier hatten wir unsere Räder abgeschlossen und fahren zum Hauptbahnhof, von wo aus wir mit der Regionalbahn zurück nach Weimar fahren. Was hier nochmal positiv hervorzuheben ist- in Thüringen ist die Fahrradmitnahme im Nahverkehr grundsätzlich kostenlos. Das fügt sich in unsere aus Radfahrersicht positive Bilanz- gut ausgebaute Radwege (auch in den Städten), eine klare Verkehrsführung und generell eine sehr radfreundliche Gesamtsituation machen den Osten zumindest für Radfahrer zu einem absolut lohnenswertem Ziel und Fahrgebiet.
Gegen 21 Uhr erreichen wir unser Hotel, legen uns einen Plan zurecht, wie wir den morgigen – leider schon letzten – Tag unserer Reise gestalten wollen und gehen nach dem Verfassen dieses Beitrag glücklich und zufrieden ins Bett.



























