Dass Weimar eine Etappe unserer Tour sein sollte, war von Anfang an ausgemacht. Wir haben mit dem a&o Hostel hier auch die ideale Basis, sowohl Weimar als auch Erfurt zu erkunden. Deshalb checken wir gleich für drei Nächte ein.
Heute steht also zunächst Weimar auf dem Programm. Leider ist uns das Wetter wie schon auf der ganzen Reise bisher nicht wirklich hold (auch wenn wir bisher immer Glück im Unglück hatten und zumindest nicht in einen fürchterlichen Regenschauer geraten sind).
Eir entschließen uns , den heutigen Tag auf die Räder zu verzichten- in der historischen Altstadt steht alles so dicht beieinander, dass alles fußläufig gut zu erreichen ist. Nach gut 2km stehen wir an der weltberühmten Anna Amalia Bibliothek. Diese ist- wie die meisten Museen Thüringens montags geschlossen. Das angeschlossene Studienzentrum mit dem imposanten Lesesaal hat zwar geöffnet, aber die automatische Tür klemmt, so dass wir es aufgeben. Nach dem Erlebnis mit der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig kommen wir zu dem Schluss, dass dies – bei aller Kultur – definitiv kein Leseurlaub ist.
Als nächstes schlendern wir durch den Park an der Ilm mit Goethes Gartenhäuschen, der Ruine des Tempelherrenhauses, dem sowjetischen Ehrenfriedhof und vor allem den Parkhöhlen, die wir besuchen.
Vorbei am Liszt Haus und der Fürstengruft auf dem historischen Friedhof geht es in die historische Altstadt. Hier gibt es unter anderem die Wohnhäuser von Schiller und Goethe zu sehen, die tatsächlich nur gut 250m auseinanderliegen. Vor dem Nationaltheater gegenüber dem Haus der Weimarer Republik grüßen uns die überlebensgroßen Statuen der beiden großen Dichter.
Da wir schon viel mehr Schritte hinter uns haben, als ich normalerweise schaffen kann (auch wenn ich meinen Stock dabei habe), kürzen wir den Rückweg ab und fahren ab dem Goetheplatz mit der Linie 7 zurück zum Hotel.
Während Holly im Hotel bleibt, besuche ich abends noch ein Konzert in der Weimarhalle. Auf dem Programm steht Anton Bruckners monumentale 9. Sinfonie, aufgeführt von der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Bertrand de Billy. Ich muss gestehen, dass ich bisher noch keinem Bruckner-Konzert beigewohnt habe- aber das war tatsächlich nur „mal anders“, sondern auf seine eigene Art und Weise monumental.
Nach dem Konzert und dem kurzem Radweg ins Hotel geht es um viele Erfahrungen- und 16.000 (!) Schritten – reicher ab ins Bett. Morgen geht es nach Erfurt!





























