Ich habe vor vielen Jahren ein Gedicht gelesen, von dem ich damals ziemlich beeindruckt war und das ich seitdem immer mal wieder vergeblich im Internet gesucht habe. Ich wusste (genauer: meinte, mich zu erinnern) dass es von Janosch stammte. Und ich hatte den ungefähren Plot im Kopf, dass es darum ging, dass zwei Liebende, wenn sie das Wunder erleben, sich zu finden, es schaffen, dieses Wunder zu zerstören.

Heute habe ich vom anstehendem 95. Geburtstag von Janosch gelesen. Das habe ich zum Anlass genommen, Gemini mit meinen rudimentären Informationen zum Gedicht zu füttern und habe mich sehr darüber gefreut, dass die KI es wirklich ziemlich schnell zutage förderte. Hier ist es, nachdem es jahrzehntelang (zumindest für mich) verschollen war:

Das Wunder
von Janosch

Es gibt fünf Milliarden Menschen auf der Welt.
Und es gibt Milliarden Jahre, die schon vergangen sind,
und Milliarden Jahre, die noch kommen.
Und dass gerade wir zwei,
du und ich,
auf dieser Welt sind,
zur selben Zeit,
am selben Ort,
und dass wir uns getroffen haben,
das ist ein so unvorstellbares Wunder,
dass man es gar nicht fassen kann.

Und einer von uns beiden
wird es bestimmt schaffen,
dieses Wunder kaputtzumachen.

Da das Gedicht meine derzeitige Lebenswirklichkeit nicht trifft, habe ich Gemini gleich dazu gefragt, ob es nicht ein positiveres Gedicht von Janosch für Erwachsene gibt, mit dem ich meinen Blogbeitrag beenden könnte. Und auch dieses möchte ich Euch nicht vorenthalten, denn das trifft tatsächlich viel besser meinen derzeitigen Gemütszustand:

Das wahre Glück
von Janosch

Man braucht im Leben
nicht viel mehr
als einen Freund,
der zu einem hält,
ein bisschen Brot,
ein Dach über dem Kopf
und die Gewissheit,
dass man irgendwo auf dieser Welt
willkommen ist.

Und wenn man dann noch
jemanden hat,
der einem sagt:
„Schön, dass du da bist“,
dann ist man eigentlich
schon ein reicher Mensch.

Von Helge

Schreibe einen Kommentar