Wenn wir schon in Südengland sind, dann darf ein „typisches“ Herrenhaus natürlich nicht fehlen. Schnell fanden wir heraus, dass Audley End House, ein Herrenhaus aus dem frühen 17. Jahrhundert nicht weit von Cambridge entfernt liegt. Und so machten wir uns nach dem Frühstück auf den direkten Weg dorthin.

Wenn man vor der gewaltigen Fassade von Audley End House in Essex steht, ist das schon beeindruckend. Doch was uns fast noch mehr fasziniert hat, war die Perfektion des historischen Gartenbaus. Die Gärtner haben hier über Generationen hinweg eine Meisterschaft in der Spalier-Zucht bewiesen. Diese alten Sorten wurden nicht einfach wachsen gelassen, sondern zu niedrigen Hecken gestutzt oder bildeten an den Mauern regelrechte Ornamente.

Leider haben wir beim Besuch des Teehauses und einer leckeren Suppe tatsächlich etwas die Zeit aus den Augen verloren und standen, als wir das Haupthaus besuchen wollten, vor verschlossenen Türen. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es eine Stunde vor Schließung einen letzten Einlass gab.

Ein kurzer Moment des Ärgers war natürlich da, aber die noch offenen Wirtschaftsgebäude (Küche, Wäscherei und Stallungen) trösteten uns relativ schnell darüber hinweg. Auf jeden Fall haben wir uns fest vorgenommen, in Zukunft wieder etwas genauer auf die Öffnungszeiten zu schauen. Und England ist ja zum Glück reich an Herrenhäusern – wir werden uns einfach vor dem Besuch von London nochmal ein anderes raussuchen.

Entgegen der urprünglichen Planung (Besuch von Canterbury und Kent) beschließen wir, die Tage vor London von einem festen Ort ohne weitere Hotelwechsel zu gestalten. Da das Wetter gut werden soll, zieht es uns nach Brighton, wo wir uns für 3 Nächte im Best Western Princes Marine einmieten, das direkt an der Küste liegt. Dort angekommen, wird uns mitgeteilt, dass wir kostenlos auf ein Zimmer mit Meerblick umgebucht wurden. Zu Abend wollen wir im Thai-Restaurant essen, das eine Kooperation mit der Hotelbar hat und die Räumlichkeiten mitbenutzt. Leider hat es genau Sonntag Ruhetag. Aber- der Pizzadienst liefert auch ins Hotel und die Bar hat trotzdem offen (und leckeres Bier), so dass für das leibliche Wohl gesorgt ist.

Von Helge

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